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Logistik im Krisenmodus: Industrie stellt Beschaffung auf den Prüfstand

  • Deutlicher Nachfragerückgang nach Transportleistungen mit Exporteinbruch um 30%
  • Weniger Globalisierung, mehr Risikomanagement und Prüfung von Just-in-time-Produktion

Zur Jahresmitte steckt die Wirtschaft in einer schweren Krise. Die Logistik ist davon vor allem aufgrund einer veränderten Nachfragesituation betroffen, so die KRATZER AUTOMATION AG. Während KEP-Dienste einen Boom erleben, stehen Gütertransporte unter Druck. So ist der Außenhandel nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um über 30 Prozent eingebrochen – mit entsprechenden Folgen für die Logistik. Doch wie geht es weiter im zweiten Halbjahr 2020? Und was muss sich strukturell ändern?

„Der Online-Handel hat die Nachfrage nach KEP-Diensten im ersten Halbjahr nochmals deutlich angekurbelt. Jedoch wirkt sich andererseits der massive Einbruch der Exporte negativ auf die Logistikbranche aus. Eine Erholung ist erst ab dem dritten Quartal zu erwarten – wir gehen davon aus, dass sich die Lage dann jedoch deutlich verbessern wird. Für Transportunternehmen ist es zu empfehlen, sich jetzt strukturell neu aufzustellen, um nach der Krise an die vorherigen Erfolge anknüpfen zu können“, sagt Franz Renger, Logistikexperte bei der KRATZER AUTOMATION AG, einem der führenden Anbieter von Transport Management Software (TMS).

Nach Einschätzung von KRATZER AUTOMATION werden Transportunternehmen insbesondere drei Bereiche auf den Prüfstand stellen:

1. Sourcing auf lokalen statt auf globalen Märkten

Über Jahrzehnte kannte die Weltwirtschaft nur einen Trend: Hin zu mehr Globalisierung. Sämtliche volkswirtschaftliche Prozesse sind somit rund um den Erdball zusammengewachsen. Diese Entwicklung ist aus ökonomischer Sicht nicht umkehrbar. Dennoch ist derzeit eine gegenläufige Tendenz erkennbar: So setzen Unternehmen beim Sourcing schon jetzt stärker auf lokale Aktivitäten. Dies gilt insbesondere, wenn es um elementar notwendige Produkte etwa im Medizinbereich geht. Ebenso beginnen Auto- und Maschinenbauer mit den jüngsten Erfahrungen einer Lieferknappheit, sich unabhängiger von Weltmärkten zu machen. Damit werden binneneuropäische oder auch lokale Lieferketten künftig wieder an Bedeutung zurückgewinnen.

2. Mehr Fokus auf Risikomanagement

Mit den Erfahrungen aus der aktuellen Krise werden Unternehmen ihre Sourcing-Strategien neu bewerten. Dies betrifft sowohl Produktion und Beschaffung als auch die gesamte Lieferkette. Dabei wird analysiert, wo Risiken lauern und wie diese minimiert werden können. In der Logistik ist in der aktuellen Situation insbesondere an Lieferantenausfälle zu denken. Von hoher Bedeutung bleiben auch Probleme bei der Zollabwicklung und im Güterumschlag. Um sämtliche Prozesse im Blick zu behalten und Risiken frühzeitig zu erkennen, wird die Digitalisierung der Supply Chain weiter an Bedeutung gewinnen. Die Software-Lösungen, die dies erst ermöglichen, kommen auf den Prüfstand. Innovationsfreundliche Technologien lösen Legacy Systeme zunehmend ab.

3. Just-in-time wird infrage gestellt

Die aus Lieferproblemen resultierenden Produktionsprobleme während der Krise dürften zu einer Überprüfung der bestehenden Konzepte führen. Es ist davon auszugehen, dass der Just-in-time-Einkauf zumindest punktuell zurückgeht. Denn mit der Erfahrung, wie schnell Lieferprobleme entstehen und welche gravierenden Folgen sie haben können, wird die Industrie mehr Teile auf Vorrat halten. In der Folge werden Prozesse in der Intralogistik neu bewertet. Nach Bedarf wird es notwendig sein, Lagerflächen zu erweitern. Außerdem gilt es, Kostenfaktoren zu überprüfen.

 

Über KRATZER AUTOMATION AG

Die KRATZER AUTOMATION AG liefert seit 40 Jahren prozessnahe Software-Lösungen für die internationale Automobilindustrie und die Transportbranche in Europa. Das Unternehmen ist mit mehr als 450 Mitarbeitern an den Standorten München, Stuttgart, Kassel und Wolfsburg vertreten. International engagiert sich das Unternehmen mit eigenen Gesellschaften in Frankreich, Großbritannien, Tschechien den USA und China.

Mit cadis liefert KRATZER AUTOMATION im Geschäftsfeld Logistics Automation ein intelligentes Softwareprodukt für logistische Prozesse. Ein Transport Management System zur Planung, Durchführung und intelligenten Analyse aller operativen Arbeitsprozesse im Frachtgütertransport. Jedes zweite der führenden 10 Logistikunternehmen in Europa setzt auf cadis. Im Geschäftsfeld Test Systems plant, realisiert und modernisiert KRATZER AUTOMATION Prüfsysteme für Motoren, Turbolader, Getriebe und weitere Antriebskomponenten.

 

Pressekontakt:

KRATZER AUTOMATION AG
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