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Bundesweiter Aktionstag „SCHICHTWECHSEL“: Arbeitsplatz und Perspektive wechseln

Am bundesweiten Aktionstag „SCHICHTWECHSEL“ haben rund 700 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten aus Werkstätten für behinderte Menschen für einen Tag getauscht. In München wechselten Mitarbeiter der Universität der Bundeswehr, der E-Werke Haniel, von KRATZER AUTOMATION und von Payback mit Werkstattbeschäftigten der Stiftung Pfennigparade.

Am bundesweiten Aktionstag „SCHICHTWECHSEL“ haben rund 700 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten aus Werkstätten für behinderte Menschen für einen Tag getauscht. In München wechselten Mitarbeiter der Universität der Bundeswehr, der E-Werke Haniel, von KRATZER AUTOMATION und von Payback mit Werkstattbeschäftigten der Stiftung Pfennigparade. Unverstellte Einblicke in die Arbeitswelt des anderen brachten den Teilnehmern neue Perspektiven.

„Überrascht hat mich, wie Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zusammenarbeiten, ohne sich viel abstimmen zu müssen. Ich habe ein großes Gemeinschaftsgefühl erlebt, was mir eine produktive, aber auch ungezwungene und entspannte Arbeitsatmosphäre vermittelt hat.“ Beschreibt Eva Olschewski, Mitarbeiterin der Universität der Bundeswehr, ihren Eindruck am Schichtwechseltag. Die Universität der Bundeswehr hat neben KRATZER AUTOMATION, E-Werke-Haniel und Payback  am 24. Oktober 2019 mit der Werkstatt der Pfennigparade Mitarbeiter ausgetauscht.

„Die meisten Menschen stellen sich die Arbeit von Menschen mit Behinderung so vor. Lange Zeit haben die Werkstätten abgeschirmt von der Öffentlichkeit gewirkt. Die Entwicklung zu leistungsstarken, hochtechnisierten Sozialunternehmen hat keiner mitbekommen. Der SCHICHTWECHSEL war für uns daher eine Chance, Außenstehenden unser Potential zu präsentieren.“ So Susanne Schmidt, Betriebsleiterin und Prokuristin in der Werkstatt der Pfennigparade. Die Schichtwechsler aus den Unternehmen arbeiteten bei der Pfennigparade in der EDV-Erfassung, im Secondhand-Buchverkauf, der Handbuchbinderei, der Konfektionierung sowie in der Keramik-Werkstatt mit.

Der Schichtwechsel-Teilnehmerin der E-Werke Haniel war vor dem Schichtwechsel nicht bewusst, dass die Arbeit so abwechslungsreich ist: „Anspruchsvolle Aufgaben mit Mitarbeitern, die es gerne machen. Alle arbeiten zusammen, um ein erfolgreiches Unternehmen zu sein.“ Wie das funktioniert? Werkstätten für behinderte Menschen sind Experten in der Arbeitsanpassung: Arbeitspädagogen stimmen die Arbeitsschritte und – abläufe auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter mit Behinderung ab. Hilfsmittel oder Kollegen gleichen behinderungsbedingte Schwierigkeiten aus. So können die Werkstätten marktübliche Standards erfüllen.

Nicht nur für die Teilnehmer aus den Unternehmen, auch für die Wechsler aus der Werkstatt hielt der Tag einige Aha-Effekte bereit.

Christian Wippenbeck – in der Werkstatt zuständig für Dateneingaben – packte in der Verwaltung bei der Abrechnung der Stromkunden bei den E-Werken Haniel mit an. Im Rahmen einer Besichtigung des Wasserkraftwerks erfuhr er, wie Strom erzeugt wird und wie sich die Energiegewinnung in Zukunft verändern wird. Aus seiner Sicht ist der „SCHICHTWECHSEL“-Aktionstag ein erster Schritt in die richtige Richtung, um Inklusion in Unternehmen weiter voranzutreiben.

„Der Tag bei der Firma KRATZER AUTOMATION hat mit äußerst gut gefallen. Die Mitarbeiter waren sehr offen und freundlich zu mir, ich konnte viele Fragen stellen und viel über die Firma erfahren. Alle Bereiche, die ich mir ansehen durfte, waren interessant. Besonders die IT-Abteilung hat mir am besten gefallen.“ Mattias Atzenhofer, der in der Pfennigparade täglich Daten eingibt, unterstützte bei KRATZER AUTOMATION den Empfang und bei der Postverteilung, später hospitierte im internen Support sowie in der Logistik. Höhepunkt des Tages: Er lernte beim Mittagessen Sibylle Pessal kennen, CEO von KRATZER AUTOMATION.

„Die beteiligten Unternehmen haben für unsere Werkstatt-Mitarbeiter viel mehr als einen Wechsel-Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt. Jeder hat einen einzigartig geplanten Einblick in das jeweilige Unternehmen erhalten – zudem die persönlichen Gespräche, die ein Beitrag zur Inklusion sind! Wir sind der Bundeswehr-Universität, den E-Werken Haniel, KRATZER AUTOMATION und Payback wirklich sehr dankbar für diese Chancen.“, resümiert Susanne Schmidt. Im nächsten Jahr findet der bundesweite Aktionstag SCHICHTWECHSEL am 17. September statt.

 

Über KRATZER AUTOMATION AG

Seit fast 40 Jahren Jahren liefert KRATZER AUTOMATION prozessnahe Software-Lösungen für die internationale Automobilindustrie und die Transportbranche in Europa. KRATZER AUTOMATION ist mit mehr als 450 Mitarbeitern an den Standorten München, Stuttgart, Kassel, Elze und Wolfsburg vertreten. International engagiert sich das Unternehmen mit eigenen Gesellschaften in Frankreich, Großbritannien, Tschechien, den USA und China.

Im Geschäftsfeld Test Systems plant und realisiert KRATZER AUTOMATION Prüfsysteme für die Automobilentwicklung, vorzugsweise für Motoren, Turbolader, Getriebe und weitere Antriebskomponenten. Ein besonderer Fokus liegt auf Testsystemen für energiesparende und umweltfreundliche Antriebskonzepte. Dabei stehen die besonderen Anforderungen an Hybrid- oder Elektroantriebe, Batterie- und Brennstoffzellentechnik im Fokus.

Mit cadis liefert KRATZER AUTOMATION im Geschäftsfeld Logistics Automation ein Transport Management System zur Planung, Durchführung und Analyse aller operativen Arbeitsprozesse im Frachtgütertransport. Sendungsverfolgung und Optimierung der Abläufe in Logistikunternehmen sind dabei die zentralen Themen.

Soziale Verantwortung nimmt das Unternehmen auf vielfältige Weise wahr. Im Mittelpunkt stehen dabei die lokale und überregionale Unterstützung Jugendlicher sowie die Ausschreibung des seit 2012 jährlich vergebenen Kunstpreises HighTech&Kunst für behinderte Künstler.

Im Jahr 2017 wurde das Unternehmen mit dem Deutschen Kulturförderpreis 2017 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. in der Kategorie mittlere Unternehmen für sein Engagement ausgezeichnet.

 

Pressekontakt:

KRATZER AUTOMATION AG
Jens Isenbeck
Leitung Marketing & Presse
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