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Warum Ihre Fahrer Freude an der Arbeit haben sollten ...

Karl Belkner – Produktmanager im Geschäftsbereich Logistics Automation – gibt wertvolle Hinweise.

Laut einer weltweiten Studie des dänischen Unternehmens Peakon geht in Deutschland jede(r) Vierte unmotiviert zu seinem Arbeitsplatz. Die Folge ist eine bis zu 75 % höhere Krankheitsquote (Quelle: Spiegel vom 10.03.2020, Florian Gontek „Deutschland ist Frustweltmeister“). Auch Berufskraftfahrer sind davon nicht ausgenommen.

Meldet sich ein Mitarbeiter krank, kommt das in der Regel einer mittleren bis großen Katastrophe gleich. Ersatzfahrer sind wegen des angespannten Arbeitsmarktes schwer zu bekommen, das Fahrzeug bleibt daher meist unbesetzt und es können Aufträge nicht terminkonform abgearbeitet werden.

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Die Fahrer repräsentieren auf der ersten und letzten Logistikmeile Ihr Transportunternehmen. Ein gegenüber Kunden unmotiviert auftretender Fahrer lässt Ihre Firma in einem äußerst unvorteilhaften Licht erscheinen. Dies kann im ungünstigsten Fall Folgeaufträge kosten.

Was ist also zu tun? Werfen wir zunächst einen Blick auf einige der mannigfaltigen Gründe für mangelnde Motivation: Das Gefühl, das hohe Arbeitspensum nicht schaffen zu können, Clinch mit dem Disponenten, missverständliche oder fehlende Informationen zur Auftragsabwicklung und unzufriedene Kunden.

Einer der wichtigsten Stellschrauben ist eine offene und klare Kommunikation zwischen Disponent und Fahrer. Die Verständigung sollte nur im Ausnahmefall per Zuruf erfolgen, grundsätzlich ist es zweckmäßig eine standardisierte und detaillierte Informationsbereitstellung der Verlade- und Tourdaten über ein Mobilgerät erfolgen zu lassen.

Selbst bei einfachen innerbetrieblichen Umsetzvorgängen von Wechselbrücken und Trailern auf dem Betriebsgelände zeigen sich die deutlich die Stärken einer digitalisierten Kommunikation mit dem Rangierpersonal.

Die fehlerbehaftete akustische Informationsübertragung per Betriebsfunk oder Telefon weicht einer klaren und barrierefreien digitalen Übermittlung der Aufträge, frei von eventuellen persönlichen Untertönen des gestressten Disponenten. Auch sprachliche Hindernisse sind durch die Mehrsprachigkeit der App kein Thema mehr.
Die Erfahrungen eines großen europaweit agierenden Logistikers belegen dies: Nach Einsatz der Software cadis® Yard Management konnte bei den Umsetzfahrern eine signifikante Reduzierung der Krankheitsquote um 70% (!) beobachtet werden.

Bei den Distributionsfahrern auf der ersten bzw. letzten Meile ist neben der digitalen Kommunikation die Tourenoptimierung ein weiterer wichtiger Zufriedenheitsfaktor. Wenn die Zeitvorgaben der Tour realistisch sind und die Anfahrreihenfolge stimmt, wird der Fahrer nur noch selten mit unzufriedenen Kunden durch unpünktliche Zustellungen oder Abholungen konfrontiert.

Das schafft automatisch ein angenehmeres Arbeitsklima. Zudem profitieren alle Fahrer gleichermaßen durch kundenspezifische Zusatzinformationen auf ihrem MDE (z. B. „Bei Herrn Schmidt melden“, „Ware am Rückgebäude abstellen“, etc.).  Das kann Zeit und Nerven sparen, gerade dann, wenn der Fahrer die Stoppstelle noch nicht kennt.

Und - quasi als Nebeneffekt – der Fahrer wird bei seiner Arbeit nicht durch lästige Rückfragen bezüglich des Arbeitsfortschrittes durch den Disponenten unterbrochen oder abgelenkt. Die Disposition kann im Büro am Bildschirm die Position des Fahrzeuges und den Auftragsstatus live nachverfolgen und ggf. bei Verzögerungen proaktiv den Kunden informieren.

Einige Ursachen für Fahrer-Frustration bleiben allerdings bestehen: Gegen schlechtes Wetter, unerwartet hohes Verkehrsaufkommen und die Plörre an der Tankstelle kann selbst die beste Software nichts ausrichten.