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Superbikes auf dem Prüfstand

Beitrag in der MOTORRAD 08/2021 zur BMW M 1000 RR und den hohen (Test-) Anforderungen an Superbikes

Als „Superbikes“ bezeichnet man seriennahe, vollverkleidete Hochleistungsrennmaschinen mit einem Hubraum von max. 1.000 cm³ die auf frei erhältlichen Straßenmotorrädern des gleichen Modells basieren. Sie werden unter anderem in der Superbike-WM eingesetzt. Damit die Superbikes seriennah bleiben, sind die technischen Freiheiten durch das Reglement begrenzt. Während bei Fahrwerksteilen, Bremsen, Tank und Rädern gleich ganze Baugruppen durch Rennsportteile ersetzt werden dürfen, sind die Freiheitsgrade bei den Motoren streng reglementiert. So dürfen bei der Superbike-WM bei den Motoren nur Nockenwellen sowie Zylinderkopfkanäle und Getriebeübersetzung geändert werden. Alles andere bleibt wie beim Serienpendant.

An Hochleistungsmotoren für den Rennsport werden wegen der intensiv-einwirkenden Kräfte viel höhere Anforderungen gestellt als bei herkömmlichen Straßenmaschinen. Höhere Drehzahlen bedeuten mehr Leistung und somit auch höhere Anforderungen an die Belastbarkeit. Reibungsverluste und Toleranzen müssen minimiert werden. Die Herausforderung dabei ist es, möglichst gleichwertige Basismotoren aufzubauen, um die Serienstreuung zu vermindern. Wie im Beitrag „Auf Hochtouren“ in der MOTORRAD, Ausgabe 8/2021 geschrieben, werden im Berliner BMW-Werk jährlich etwa 100 Rennmotoren gefertigt, die dann von Superbike- und Endurance Werkteams eingesetzt werden. Die Produktionszeit und somit auch die Tests der Hochleistungstriebwerke sind weitaus aufwendiger als bei herkömmlichen Motorrädern.

Tests sind ein Dreh- und Angelpunkt bei der Konstruktion der Rennmaschinen

Dementsprechend werden auch ganz andere Anforderungen an die Tests und Prüfungen der Komponenten gestellt. Dauerläufe, Leistungstests, akribische Analyse und Auswertung der Testdaten sind nicht nur wegen der strengen Regulierungen ein Dreh- und Angelpunkt bei der Konstruktion der Rennmaschinen. Der Beitrag gibt einen praxisnahen Einblick in die Herausforderungen bei der Entwicklung der Superbikes (Link zur PDF). Zum Testen der Superbike-Motoren setzt BMW unter anderem einen PAtools TX gesteuerten Motorenprüfstand ein, der automatisch die verschiedenen Testzyklen durchfährt und auswertet. PAtools TX von KRATZER AUTOMATION ist eine hochmoderne, skalierbare Benutzeroberfläche, die ein Höchstmaß an Nutzerfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit bietet.

Die hochflexiblen und technisch ausgereiften Testsysteme von KRATZER AUTOMATION begleiten seit über 40 Jahren weltweit die Entwicklungs- und Testabteilungen der Automobilindustrie bei ihren innovativen Neuentwicklungen und spezifischen Testanforderungen. Als Weltmarktführer für Abgasturboladerprüfstände und langjähriger Turnkey-solution Provider im Bereich Test- und Entwicklungsprüfstände verfügt KRATZER AUTOMATION über einen umfassenden Erfahrungsschatz, ein Gespür für die Trends in den verschiedenen Branchen und die Ansprüche der Kunden am Markt. Bereits seit 2004 legen wir neben der konventionellen Technologie einen besonderen Fokus auf Testsysteme für energiesparende und umweltfreundliche Antriebskonzepte wie Hybrid- oder Elektroantriebe, Batterie- und Brennstoffzellentechnik.

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PAtools TX bietet eine ideale Lösung zur Steuerung der Testprozesse bei den verschiedensten Antriebskonzepten. Entscheidende Attribute wie Performance, Stabilität und Flexibilität werden laufend um neue Anforderungen wie weltweite Vernetzung, Skalierbarkeit, Nutzerzentrierung und plattform-übergreifendem Modulaustausch ergänzt. PAtools TX ist mit effektiven Werkzeugen erweiterbar und verfügt über offene Schnittstellen mit gängigen am Markt frei verfügbaren Komponenten. Über das exklusiv verfügbare EtherCat Hot-Config Konzept lassen sich Mess- oder Stellkanäle in Sekundenschnelle integrieren und konfigurieren, ohne einen Stillstand Ihres Prüfstands zu riskieren. Sie erhalten ein Maximum an Flexibilität!

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